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Sportsgrüße aus Ghana!

03.02.2012 - Kategorie: Leichtathletik

Berichte eines Mitglieds

Genauer gesagt aus Kumasi, wo ich seit dem 13. September 2011 in dem Waisenheim „Columbus Orphanage“ als "Volunteer" arbeite und mich hier um die Kinder kümmere, Französisch unterrichte und das dem Waisenheim angehörende Fußballteam coache.
Ich absolviere hier mein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Organisation ICJA im Rahmen des "Weltwärts" Programms und werde hier bis zum 11. August 2012, zusammen mit Lennard Brodner, einem anderen "ICJA-Volunteer“ arbeiten. Momentan sind wir sogar drei Freiwillige im Projekt.
Mein Alltag sieht so aus, dass ich vormittags an Wochentagen in der 5. bis 7. Klasse Französisch unterrichte und Montags, Mittwochs und Freitags das Fußballteam zusammen mit Gomez, dem Cheftrainer, coache. Abends unterstütze ich noch die Kinder bei ihren Hausaufgaben und helfe ihnen, falls sie fragen haben.
An den Wochenenden habe ich eigentlich frei. Eigentlich, deshalb, weil ich in einem Raum innerhalb des Waisenheims lebe und dort immer wieder Kinder anklopfen, die sich wehgetan haben, krank sind und zum Arzt müssen, irgendetwas besprechen oder wissen wollen, sie etwas spielen möchten oder ihnen ganz einfach nur langweilig ist. Diesen „Betrieb“ gibt es natürlich auch unter der Woche, was bedeutet, dass es manchmal auch ziemlich stressig sein kann.
Im Großen und Ganzen macht mir meine Arbeit aber sehr viel Spaß.
Das Fußballtraining zu coachen und zu betreuen ist aber auf jeden Fall meine Lieblingsaufgabe.
Die Mannschaft besteht aus einer U-14 und einer U-17 mit insgesamt 26 Spielern.
Ich bin als Trainer für die Ausdauer, Kraft und Lauftechnik zuständig. Fußballtechnisch bin ich den Jungs gnadenlos unterlegen. Die sind so gut, dass sogar die 12 Jährigen im Team keine einfachen Gegner sind.
Deswegen habe ich mir auch das Ziel gesetzt, der Mannschaft das beizubringen, was ich aus dem Leichtathletiktraining kenne und für sinnvoll halte.
Seitdem müssen sich die Spieler warmlaufen, dehnen und Stabis machen. Bevor wir anfangen Fußball zu spielen machen wir noch lauftechnische Übungen (Lauf-ABC) oder Krafttraining. Ich gucke dabei auch nicht zu, sondern mache das ganze mit den Jungs zusammen. Letztens kamen sie sogar auf mich zu und meinten, dass ihnen das neue Training sehr viel Spaß macht und sie merken, wie sie an Kraft gewinnen. Das zu hören war natürlich sehr schön!
Weniger schön ist leider, dass die Waisen trotz allem in sehr armen Verhältnissen leben und es ihnen an Vielem fehlt. Das geht von Fußballschuhen und Bällen bis zu Stiften und Büchern.
Ein weiteres großes Problem ist die mangelnde Hygiene, die vor allem durch die „Schulküche“ deutlich wird. Es wird in der Schule, direkt hinter den Klassen, gekocht, gegessen und gespült. Die Abwasser und Essensreste fließen tagtäglich über den Boden der Schule.
So breiten sich Bakterien und Krankheiten sehr schnell aus, was man auch daran merkt, dass die Kinder sehr häufig krank werden.
Um diese Situation zu verbessern, planen wir momentan die Errichtung einer hygienischen Kantine.
Damit dieses Projekt realisiert werden kann, sind wir auf Spenden angewiesen.
Nach nun schon mehr als 4 Monaten in Ghana, habe ich mich gut an die Kultur und die Mentalität der Menschen gewöhnt, die sich zum Teil doch sehr von der deutschen unterscheidet und freue mich sehr auf die Zeit, die noch vor mir liegt.
Wer mehr erfahren möchte, kann mir gerne eine E-Mail schreiben oder meinen Blog besuchen.
Um ein genaueres Bild der Situation der Waisen und nähere Informationen zu den Projekten und dem Spendenaufruf zu bekommen, können Interessierte gerne den Spendenblog aufrufen.
Liebe Grüße aus dem sehr heißen und trockenem Ghana,
Julien Marchal

E-Mailadresse: Julien.Marchal(at)gmx(dot)de
Blogadresse: www.julienghana.blogspot.com
Adresse des Spendenblogs: www.helpcolumbus.blogspot.com

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